Aktuell

Die zweite Taschenbuchauflage von »Palucca« ist da. Susanne Beyers Biografie der Pionierin des modernen Tanzes und zugleich Symbolfigur deutsch-deutscher Geschichte, Gret Palucca, ist unbedingt lesenswert – und zugleich eine schöne Sommerlektüre.

Das gilt auch für »Die Welt ist blau«: Victoria Wolffs »Sommer-Roman aus Ascona« ist ebenfalls gerade in Neuauflage erschienen.

Und wem der Sinn nach weiteren Reise-Büchern steht, ist mit unseren beiden sehr gegensätzlichen weltreisenden Autorinnen Alma M. Karlin und Nellie Bly sicher gut beraten – die zweite Auflage von Nellie Blys Reportage »Around the World in 72 Days« kommt gerade frisch aus der Druckerei.

 

Auch im September sind wir wieder unterwegs: Seien Sie herzlich eingeladen zu unserer Lili-Grün-Lesung am 5. September in Bienenbüttel/Niedersachsen! Und wenn es etwas weiter östlich sein soll: Ebenfalls am 5. September stellt Kristine von Soden in Ahrenshoop ihr Buch »›Ob die Möwen manchmal an mich denken?‹ Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee« vor und am 24. September liest sie in Rostock aus »›Und draußen weht ein fremder Wind ...‹ Über die Meere ins Exil«.

 

Ein Blick auf unsere Herbst-Neuerscheinungen lohnt sich ebenfalls: »A Taste of Honey«, Stücke und Erzählungen von Shelagh Delaney, entführt ins nordenglische Arbeitermilieu der 1950er-Jahre; bissig, humorvoll und verblüffend aktuell.

Auf eine Entdeckungsreise durch gut 100 Jahre Kabarettgeschichte laden die Kabarettistinnen-Porträts von Iris Schürmann-Mock ein: »Frauen sind komisch«. Unsere Vorschau können Sie hier herunterladen oder darin blättern.

 

Viel Freude beim Entdecken wünscht

Britta Jürgs

 

Neuerscheinungen

Alma M. Karlin

Einsame Weltreise

 

1919 bricht Alma M. Karlin zu ihrer Weltreise auf, die sie in den folgenden acht Jahren durch fünf Kontinente führen sollte.

Durch ihre Reisebücher wird sie zu einer der bekanntesten europäischen Reiseschriftstellerinnen ihrer Zeit – auch heute noch unverwechselbar durch ihre scharfe Beobachtungsgabe und ihren trockenen, humorvoll-ironischen Ton.

 

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Lessie Sachs

Das launische Gehirn

 

Mal voller Humor und Selbstironie, mal nachdenklich und melancholisch: Die Gedichte und Kurzprosa der 1937 aus Deutschland in die USA emigrierten jüdischen Schriftstellerin Lessie Sachs sind heute zu Unrecht nahezu in Vergessenheit geraten.  Zahlreiche Texte erscheinen nun erstmals in Buchform, darunter viele bislang unveröffentlichte aus dem Nachlass.

 

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Susanne Beyer

Palucca

 

Gret Palucca ist eine Pionierin des modernen Tanzes und zugleich Symbolfigur deutsch-deutscher Geschichte. Die Journalistin Susanne Beyer konnte die zuvor gesperrte Privatkorrespondenz der Jahrhundertfrau einsehen und
porträtiert das Umfeld von Palucca als bedeutenden Künstler- und Intellektuellenzirkel des 20. Jahrhunderts.

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Victoria Wolff

Die Welt ist blau

 

»Ich fordere, daß die Welt blau ist: auch wenn sie grau scheint, muß sie blau sein!«

Sommer 1933. Eine junge Frau und ihr Geliebter verbringen die Sommerfrische in Ascona am Lago Maggiore. Inmitten einer bunten Schar von LebenskünstlerInnen geraten die beiden – jeder auf seine Weise – in Versuchung.

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Nellie Bly

Around the World in 72 Days

 

1889, zwei Jahre nach ihrer Undercover-Reportage »Zehn Tage im Irrenhaus«, bricht die Journalistin Nellie Bly zu ihrer Weltumrundung in Rekordzeit auf. Ausgerüstet allein mit einer Handtasche als Gepäck, gelingt der 25-Jährigen der journalistische Coup des Jahres.

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 Kristine von Soden

Ob die Möwen manchmal an mich denken?

 

Mit dem Aufstieg der Seebäder im Wilhelminischen Kaiserreich kommt sogleich auch der »Bäder-Antisemitismus« auf. »Judenrein!« lautet die Parole an der deutschen Ostseeküste, lange bevor der NS-Staat Wirklichkeit wird.

 

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Iris Schürmann-Mock
Frauen sind komisch

 

Längst rütteln sie am vermeintlichen Humor-Monopol der Männer: Kabarettistinnen haben die Geschichte ihrer komisch-bissigen Bühnenkunst von Anfang an mitgeprägt. Mehr und mehr brechen sie mit den ihnen zugewiesenen Rollen, lassen sich nicht mehr vorschreiben, was »richtiges« Kabarett sei. Eine Entdeckungsreise durch über ein Jahrhundert Kabarettgeschichte.

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Shelagh Delaney
A Taste of Honey

 

Ein skurriles Erholungsheim an der stürmischen Küste, ein jugendlicher Außenseiter, der sein Anderssein mit dem Leben bezahlt, ein junger Minenarbeiter, der ein kurzes Glück als Tänzer findet: In ihren Erzählungen und Stücken entführt Shelagh Delaney ins nordenglische Arbeitermilieu, schreibt von jugendlichen Träumen, Illusionslosigkeit und den Zwängen ihrer Zeit – einer Zeit, die der unseren verblüffend nah ist.

 

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