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Zum 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns hat die Sendung aspekte im ZDF der Dichterin eine Folge gewidmet. Redakteurin Salwa Houmsi hat dafür mit unserer Autorin Ingeborg Gleichauf über »Ingeborg Bachmann – Die Widerspenstige« gesprochen (ab Minute 23:43). Die Sendung ist in der Mediathek abrufbar. Ein sehr schönes Gespräch über Ingeborg Bachmann ist auch bei literatur outdoors nachzulesen.
Den 100. Geburtstag der Schauspielerin und Theatermacherin Judith Malina am 4. Juni haben wir mit einem großartigen Abend im Grünen Salon der Berliner Volksbühne gefeiert. Dass auch frühere Weggefährt:innen Malinas im Publikum waren, war natürlich eine wunderbare Bereicherung für das Podiumsgespräch mit Anna Opel, Autorin von »NOW! Judith Malina und das Living Theatre«, dem Regisseur und ehemaligen Mitglied des Living Theatres Dirk Szuszies und Journalistin Sophie Diesselhorst.
Und schließlich können wir noch einige Vorfreude schüren: Wir haben ein großartiges Herbstprogramm: mit dem wunderbaren Roman »In den Wolken schwimmen« von Kerstin Campbell über Karoline von Günderrode, mit Isabella Caldarts tollen Porträts über Autorinnen in New York City, »Die Stadt, die sie schrieben«, mit einem spannenden Kollektivgespräch über »Bücher & Kinder« mit neun herausragenden zeitgenössischen Autorinnen, mit der neuesten Ausgabe von Frauen und Film zum Thema WUT und mit der Taschenbuchausgabe von Luise F. Puschs Autobiografie »Gegen das Schweigen«.
Auf einen Sommer voller Lektüre-Entdeckungen!
Ihre Britta Jürgs
Ingeborg Bachmann – Die Widerspenstige
Wie kann man sich Ingeborg Bachmann heute noch nähern? Sind ihr nicht allzu viele auf der Suche nach dem, was Person und Werk ausmachen, allzu nahe gekommen?
In den Wolken schwimmen
Die Schriftstellerin Karoline von Günderrode sehnt sich nach Freiheit und Anerkennung, ist mit Bettine von Arnim eine Vorreiterin der Emanzipation in der Romantik und verzweifelt doch an den Verhältnissen.
Die Stadt, die sie schrieben
Isabella Caldart porträtiert Autorinnen in New York City, die die Stadt als ihren Lebensmittelpunkt hatten und haben, sich in ihrer Literatur ausführlich mit ihr beschäftigen und das Bild von New York City prägten.
Eva Eßlinger / Sarah Seidel (Hg.)
Bücher & Kinder
Was heißt es heute, zu schreiben – und Mutter zu sein?
»Bücher & Kinder« versammelt neun der markantesten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur in einem Kollektivgespräch über Muttersein und Literatur.
Caroline Schöbi, Linda Waack und Seraina Winzeler (Hg.)
WUT
Was bedeutet Wut in Film und Theorie? Welche ästhetischen Indikatoren gibt es für Wut? Wohin treibt sie uns und in welche historische Traditionen reiht sie sich ein?
So persönlich wie reflektiert legt die feministische Sprachwissenschaftlerin Zeugnis ab von einer bislang vielverschwiegenen Realität.
Maro
1921 wird die 19-jährige Maro Makaschwili an der Front bei Tabachmela getötet. Sie wird zur Symbolfigur eines unabhängigen, demokratischen Georgiens. Nina, Natalia und Ketewan, eigentlich gerade auf einer Geburtstags-party, finden sich plötzlich an der Seite der jungen Frau wieder.
Die Straße der fischenden Katze
In einer schmalen, dunklen Gasse im Pariser Quartier Latin wohnt die ungarische Familie Barabás. Im Viertel treffen die unterschiedlichsten Menschen aus verschiedenen Ländern Europas aufeinander – vom russischen Bankier bis zum spanischen Anarchisten. Sie alle versuchen, sich im Pariser Exil der 1920er und 1930er Jahre zurechtzufinden. Doch die politischen Ereignisse bringen ihr Leben immer wieder durcheinander.
Gaby Babić, Anke Zechner (Hg.)
Generationen
Frauen und Film, Heft 73
In der Filmwissenschaft ist »Generation«, anders als »race«, »Klasse« oder »Gender«, keine gängige Begriffs- oder gar Analysekategorie. Was kann mit einem feministischen Blick auf Generationen für Film und Kino gewonnen werden?