Buchpremieren und Lesungen im Mai

Frontalfoto von Marina B. Neubert mit ihrem Buch in der Hand

Gerade sind unsere beiden weiteren Neuerscheinungen für dieses Frühjahr eingetroffen: In »›Und alles ist hier fremd‹. Deutschsprachige Schriftstellerinnen im britischen Exil« widmet sich Doris Hermanns den Lebens- und Arbeitsbedingungen vorwiegend jüdischer Autorinnen aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei, die ab 1933 in Großbritannien Zuflucht suchten. Eine sehr schöne Besprechung von Bärbel Gerdes gibt es bereits auf AVIVA-BERLIN.

 

Am 1. Juni würde Ruth Rehmann 100 Jahre alt. Nachdem mit »Drei Gespräche über einen Mann und andere Hörspiele« bereits Rehmanns Hörstücke aus den 1970er- und 1980er-Jahren bei uns erschienen sind, haben wir nun ihren großartigen Roman »Illusionen« neu aufgelegt. Rehmann erzählt vom Arbeitsalltag und den Wochenendvergnügungen dreier Frauen und eines Mannes, die im Großraumbüro eines Konzerns tätig sind, nimmt deren Träume, Abenteuer und Enttäuschungen in den Blick und zeichnet zugleich ein scharfes und eindrückliches Bild einer von Wirtschaftswunder-Euphorie und Verdrängung geprägten Nachkriegsgesellschaft. Rund um den 100. Geburtstag haben wir einige schöne Veranstaltungen mit Herausgeber Werner Jung im Programm!

 

Bereits für Freitag, den 20. Mai haben wir eine Empfehlung für Heilbronn und Umgebung: Herausgeberin Anke Heimberg stellt im Museum Synagoge Affaltrach, Obersulm, die jüdische Heilbronner Schriftstellerin Victoria Wolff und deren 1935 im Schweizer Exil entstandenen Roman »Gast in der Heimat« vor.

 

Sehr gefreut haben wir uns über das große Interesse und den regen Austausch bei unserer AvivA-Matinee am 8. Mai, zugleich die Buchpremiere von Marina B. Neuberts neuem Roman »Was wirklich ist«. Im Zentrum: ein zehnjähriges Mädchen in einer vom Bürgerkrieg gezeichneten Stadt in der nahen Zukunft einerseits, eine Autorin im Jerusalem der Gegenwart andererseits – und die Frage, was Wirklichkeit ausmacht. Dass der Roman plötzlich eine neue, erschreckend aktuelle Dimension bekommen würde, haben wir vor dem Erscheinen so nicht geahnt. Sie selbst allerdings ist wenig überrascht, sagt die in Lemberg geborene Autorin im Gespräch mit Andrea Gerk im Deutschlandfunk Kultur.

 

Ebenfalls in diesem Frühjahr und mit sehr positiver Resonanz erschienen ist der rasante Reisebericht von Somerville & Ross: »Durch Connemara. Mit dem Eselskarren in Irland« von 1893, erstmals ins Deutsche übersetzt und herausgegeben von Elvira Willems. Das Autorinnen-Duo entführt ins Irland des späten 19. Jahrhunderts und bietet neben der äußerst amüsanten Lektüre zugleich eine scharfsinnige Auseinandersetzung mit den gewaltigen politischen und sozialen Umbrüchen jener Zeit.

 

Das Motto der #Indiebookchallenge im Mai heißt: Lies ein Buch über eine Revolution oder Revolutionäres, #RevolutionäresBuch. Wir empfehlen »Das launische Gehirn« von Lessie Sachs mit zwei beeindruckenden Texten über Lessie Sachs’ Engagement für die Münchner Räterepublik 1919 und ihre Haft. Mehr zu dieser tollen Aktion und unsere monatlichen AvivA-Empfehlungen zur Challenge finden Sie hier.

 

Herzliche Grüße

Ihre Britta Jürgs

 

Doris Hermanns

»Und alles ist hier fremd«

 

Zahlreiche, meist jüdische Schriftstellerinnen fanden ab 1933 Zuflucht in Großbritannien. Welche Lebens- und Arbeitsbedingungen prägten die Existenz im Exil?

Welche Rolle spielen Herkunft und Sprache für das Leben und die Identität als Schriftstellerin? Doris Hermanns gibt aufschlussreiche Einblicke in individuelle Biografien und nimmt historische und soziale Zusammenhänge in den Blick.

 

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Ruth Rehmann

Illusionen

100. Geburtstag am 1. Juni 2022

 

Im verglasten Großraumbüro im 13. Stock eines großen Konzerns beginnt Samstagnachmittag das Wochenende. Ruth Rehmann eröffnet ein Panorama an irritierenden, aufregenden und ernüchternden Realitäten, lässt uns an Träumen und Enttäuschungen ihrer vier Protagonist:innen teilhaben. Ein etwas anderer Blick auf die Wirtschaftswunderzeit und auch heute noch erstaunlich modern.

 

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Somerville & Ross

Durch Connemara

 

Irland als pittoreske Idylle? Nicht bei Somerville & Ross! 1890 reist das Autorinnen-Duo mit dem Eselskarren durch Connemara. Ihr rasanter und amüsanter Reisebericht, voller Humor und Selbstironie, ist zugleich eine scharfsinnige Auseinandersetzung mit den gewaltigen politischen und sozialen Umbrüchen in Irland zum Ende des 19. Jahrhunderts. Jetzt erstmals in deutscher Übersetzung von Elvira Willems.

 

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Marina B. Neubert

Was wirklich ist

 

Ein zehnjähriges Mädchen in einer bürgerkriegsgezeichneten Stadt in der nahen Zukunft die eine, eine Autorin im Jerusalem der Gegenwart die andere, beide tragen sie den seltenen Namen Mene und beide hängen zusammen. Was macht Wirklichkeit aus, was bedeuten Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft?

Ein Roman zwischen Apokalypse, Hoffnung und Versöhnung. 

 

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Margaret Goldsmith: Patience geht vorüber

Victoria Wolff

Gast in der Heimat

 

Seit Generationen leben die protestantische Kaufmannsfamilie Dortenbach und die jüdische Fabrikantenfamilie Martell in der württembergischen Weinstadt. Fest verbunden fühlen sich Claudia Dortenbach und ihr Ehemann Helmuth Martell ihrer schwäbischen Heimat. Als der Nationalsozialismus in der kleinen Stadt zunehmend erstarkt, ist Claudia zunächst wie betäubt.

 

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Aphra Behn

Werke

 

Oroonoko wird aus Westafrika als Sklave in die britischen Kolonien verkauft und zettelt dort einen Aufstand an. Hellena zieht ein Leben in – sexueller – Freiheit dem Kloster vor. Und der exzentrische Doktor Baliardo schließlich erlebt sein blaues Wunder, als ihm vermeintlich Außerirdische einen Besuch abstatten. Aphra Behn, Berufsschriftstellerin und Feministin avant la lettre, Ende des 17. Jahrhunderts regelmäßig auf englischen Bühnen präsent, ist in ihrer Heimat längst wieder auf dem Vormarsch. Endlich sind ihre Komödien, Erzählungen und Gedichte auch auf Deutsch zu entdecken!

 

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Andrea Weisbrod

Madame de Pompadour und die Macht der Inszenierung

 

Machtgierige, berechnende Intrigantin oder gebildete, aufgeklärte Strategin und Förderin der schönen Künste, die geschickt in die europäische Politik eingriff? Ein differenziertes Porträt einer der mächtigsten Frauen ihrer Zeit.

 

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Jutta Sauer

»Wie nur ein Haifisch trösten kann«

Ilse Aichinger. Ein Porträt

100. Geburtstag am 1. November 2021

 

Ilse Aichinger gilt zu recht als eine der einflussreichsten deutschsprachigen Autorinnen nach 1945. In ihrem biografischen Essay porträtiert Jutta Sauer die Schriftstellerin im Dialog mit ihrem Werk und wichtigen Ereignissen der Kultur- und Zeitgeschichte. Eine Begegnung mit einer Frau mit unbeirrbarer Haltung, deren singuläres Werk über ihren Tod  hinaus bis in die Gegenwart reicht.    

 

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