Aktuell

Das Jahr neigt sich zum Ende. Und wenn wir – spätestens »zwischen den Jahren« – zur Ruhe kommen, freuen wir uns über Zeit zum Lesen. Wir hätten da auch noch den einen oder anderen Tipp in unserem Weihnachtskoffer:

Beispielsweise den zauberhaften und wunderbar illustrierten kleinen Roman der jungen georgischen Autorin Salome Benidze »Die Stadt auf dem Wasser«, Marina B. Neuberts bewegenden und sehr poetischen Roman »Kaddisch für Babuschka«, die fesselnde Autobiografie »Ein Mensch wird« von Alma M. Karlin, Annemaries Webers Roman über einen »Roter Winter« 1968 in Berlin mit ihrem Alter ego Lili Abelssen zwischen Demos und schicken Empfängen und den opulenten Bild-Textband »Frauen der Wüste« von Florence Hervé und Thomas A. Schmidt. Und obwohl natürlich auch Kristine von Sodens neues Buch über die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee, ›Ob die Möwen manchmal an mich denken?‹, unbedingt empfehlenswert ist, haben wir aus aktuellem Anlass ihr Buch über die  Fluchtwege jüdischer Frauen, »›Und draußen weht ein fremder Wind ...‹ Über die Meere ins Exil«, in den AvivA-Koffer gepackt. Denn bis zum 7. April 2019 ist im Kunstmuseum Ahrenshoop noch die von ihr konzipierte Ausstellung »›Nach dem nördlichen Eismeer zu sehe ich noch eine kleine Tür.‹ Schiffswege von Künstlern und Literaten ins Exil (1933–1941)« zu sehen.

 

Die #indiebookchallenge dieser Woche ist ein Buch, das kein Kochbuch ist, aber in dem es ums Essen geht (#keinkochbuch). Nun ja. Da hätten wir etwas ziemlich Spezielles: Brigitte Lucianis Buch über eine französische Giftmörderin des 17. Jahrhunderts: Die Marquise de Brinvilliers und das Erbschaftspulver.

Mehr zu dieser tollen Aktion und weitere AvivA-Empfehlungen finden Sie hier.

 

Und hier können Sie schon einmal einen Blick auf unser Frühjahrsprogramm werfen.

 

Viel Spaß beim Stöbern, Verschenken und natürlich beim Lesen wünscht

 

Britta Jürgs

 

Neuerscheinungen

Victoria Wolff

Das weiße Abendkleid

 

»La joie tremblante« nennt der Pariser Couturier Partout ein weißes Abendkleid, das die Frau verändert, die es trägt, und ihr bisheriges Leben in Frage stellt: von der schwedischen Filmdiva Anne Lund über das Mannequin Sonja Putilew und die Kaufmannsgattin Maria Barthoud bis hin zu der aus Wien geflüchteten ehemaligen Medizinstudentin Ilka Wahla.

 

 

 »Mehr Infos«

 

 

 

Annemarie Weber

Die jungen Götter

 

– anlässlich des 100. Geburtstags von Annemarie Weber –

 

Ihre Freiheit und Ungebundenheit fasziniert sie, vor allem aber ihre Schönheit: Nachdem Frau Blau ihren gewalttätigen Mann vor die Tür gesetzt hat und sich ganz der Arbeit an ihrem Buch widmen will, kommen sie ihr immer wieder in die Quere, diese Männer unter dreißig, die »jungen Götter«. Und dann eröffnet die ehemalige Schauspielerin noch ein Theater im Hinterhof, das zum Treffpunkt der West-Berliner Boheme der 1970er wird.


»mehr Infos«

 

Kristine von Soden

Ob die Möwen manchmal an mich denken?

 

Mit dem Aufstieg der Seebäder im Wilhelminischen Kaiserreich kam sogleich auch der »Bäder-Antisemitismus« auf. »Judenrein!« lautete die Parole an der deutschen Ostseeküste, lange bevor der NS-Staat Wirklichkeit war. Schon im Wilhelminischen Kaiserreich drucken jüdische Zeitungen »Bäderlisten« ab, warnen vor Badeorten, in denen jüdische Gäste unerwünscht sind.

 

»mehr Infos«

 

 

Marina B. Neubert

Kaddisch für Babuschka

 

Eine Berliner Autorin lässt ihre Romanfigur Hannah nach Lemberg zu ihrer lange tot geglaubten jüdischen Großmutter reisen – um dann selbst Hals über Kopf ins Flugzeug nach Lemberg zu steigen, als sie vom Tod ihrer eigenen Großmutter erfährt. Zwei parallele Geschichten einer versuchten Begegnung, dem Ringen ums Begreifen, nicht zuletzt der eigenen Vergangenheit.

 

»mehr Infos«

 

 

Alma M. Karlin
Ein Mensch wird

 

Wie wird aus einem mit halbseitigen Lähmungen geborenen Mädchen, dem die Ärzte nur ein wenige Monate kurzes Leben prophezeihen, eine weltreisende Pionierin? 1930 verfasst die 1889 im deutsch-slowenischen Celje/Cilli geborene Alma M. Karlin ihre Autobiografie und wirft dabei kritisch-ironische Schlaglichter auf europäische Gesellschaften des frühen 20. Jahrhunderts.

 

 »mehr Infos«

 



Suche

Hier können Sie sich für unseren Newsletter über Veranstaltungen und Neuerscheinungen anmelden. Informationen zum Datenschutz.

AvivA auf Facebook, Twitter, Instagram:

Die Herbstsausgabe der Virginia Frauenbuchkritik ist zur Frankfurter Buchmesse erschienen. Hier können Sie sie bestellen!

Link zur Vorschau 2019
Vorschau Frühjahr 2019