Aktuell

Wir sind zurück von der Frankfurter Buchmesse. Besonders gefreut hat uns, dass auch Salome Benidze aus Georgien – dieses Jahr Gastland der Buchmesse – angereist war und ihr Roman »Die Stadt auf dem Wasser« auf großes Interesse stieß.

 

Mit dabei waren natürlich auch unsere Neuerscheinungen, darunter Annemarie Webers 1970er-Jahre-Roman »Die jungen Götter«, der anlässlich des 100. Geburtstags der Autorin bereits im Sommer erschienen ist.

 

»Das weiße Abendkleid« von Victoria Wolff, in der gebundenen Ausgabe das erste AvivA-Buch auf der Spiegel-Bestseller-Liste, ist pünktlich zur Buchmesse mit völlig überarbeitetem Nachwort von Herausgeberin Anke Heimberg als Taschenbuchausgabe erschienen: Vier Frauen, vier Lebensentwürfe, vier Episoden und ein Epilog aus dem Paris der 30er Jahre rund um Modeateliers, Filmsets, Avantgardetheater, Künstlerclubs, Bälle und Tavernen. Und eben – ein Kleid. Wärmste Leseempfehlung!

 

Wie offener Antisemitismus schon lange vor 1933 wieder salonfähig wird, beschreibt Kristine von Soden plastisch und lebendig in ihrem neuen Buch »›Ob die Möwen manchmal an mich denken?‹ Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee«, in dem sie sich einem bislang wenig beachtetem Kapitel der deutschen Seebädergeschichte widmet.

 

Die Besucherinnen und Besucher unserer Lesung in Frankfurt kamen bereits in den Genuss eines kleinen Vorgeschmacks auf »Das launische Gehirn«, das noch in diesem Herbst erscheint: die größtenteils erstmals in Buchform veröffentlichten Gedichte und Kurztexte von Lessie Sachs, die heute nahezu in Vergessenheit geratenen ist. Zu Unrecht, wie man schnell feststellt, wenn man einen Blick auf die mal humorvoll-selbstironischen, mal nachdenklich-melancholischen Texte der 1937 in die USA emigrierten deutsch-jüdischen Schriftstellerin wirft.

 

Auch im Oktober und November haben wir wieder einige schöne Veranstaltungen, ein Blick auf unsere Veranstaltungsübersicht lohnt sich sehr!

 

Und zu guter Letzt: Die indiebookchallenge für die Woche ab dem 20.10. heißt »Lies ein Buch, das 2018 erschienen ist!«, #neuerscheinung. Wir empfehlen »Kaddisch für Babuschka« von Marina B. Neubert!

Mehr zu dieser schönen Aktion und unsere AvivA-Empfehlungsliste finden Sie hier!

 

Viel Freude beim Entdecken wünscht

 

Britta Jürgs

 

PS: Auch jenseits der Frankfurter Buchmesse möchten wir noch einmal auf die Initiative #verlagegegenrechts hinweisen. Die gemeinsame Erklärung der teilnehmenden Verlage und Einzelpersonen finden Sie hier.

 

Neuerscheinungen

Victoria Wolff

Das weiße Abendkleid

 

»La joie tremblante« nennt der Pariser Couturier Partout ein weißes Abendkleid, das die Frau verändert, die es trägt, und ihr bisheriges Leben in Frage stellt: von der schwedischen Filmdiva Anne Lund über das Mannequin Sonja Putilew und die Kaufmannsgattin Maria Barthoud bis hin zu der aus Wien geflüchteten ehemaligen Medizinstudentin Ilka Wahla.

 

 

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Lessie Sachs

Das launische Gehirn

 

Mal voller Humor und Selbstironie, mal nachdenklich und melancholisch: Die Gedichte der deutsch-jüdischen Schriftstellerin Lessie Sachs sind heute zu Unrecht nahezu in Vergessenheit geraten.

 

Mit diesem Band erscheinen zahlreiche ihrer Gedichte und Prosatexte erstmals in Buchform.

 

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Annemarie Weber

Die jungen Götter

 

– anlässlich des 100. Geburtstags von Annemarie Weber –

 

Ihre Freiheit und Ungebundenheit fasziniert sie, vor allem aber ihre Schönheit: Nachdem Frau Blau ihren gewalttätigen Mann vor die Tür gesetzt hat und sich ganz der Arbeit an ihrem Buch widmen will, kommen sie ihr immer wieder in die Quere, diese Männer unter dreißig, die »jungen Götter«. Und dann eröffnet die ehemalige Schauspielerin noch ein Theater im Hinterhof, das zum Treffpunkt der West-Berliner Boheme der 1970er wird.


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Kristine von Soden

Ob die Möwen manchmal an mich denken?

 

Mit dem Aufstieg der Seebäder im Wilhelminischen Kaiserreich kam sogleich auch der »Bäder-Antisemitismus« auf. »Judenrein!« lautete die Parole an der deutschen Ostseeküste, lange bevor der NS-Staat Wirklichkeit war. Schon im Wilhelminischen Kaiserreich drucken jüdische Zeitungen »Bäderlisten« ab, warnen vor Badeorten, in denen jüdische Gäste unerwünscht sind.

 

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Salome Benidze

Die Stadt auf dem Wasser

 

Helena träumt davon, ein Getränk aus der Berberitze zu erschaffen. Die Architektin Katharina entwirft ein Wohnviertel für die Ärmsten der Stadt. Und Ilaria wurde als Kind auf dem Meer ausgesetzt und von einem jungen Fischer gerettet, bleibt in der Stadt auf dem Wasser aber eine Fremde. In Benidzes farbig-poetischem Mosaik um sieben Frauen verschwimmen Märchenhaftes und Alltägliches, Fantasie, Realität, Traum und Zerstörung.

 

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Marina B. Neubert

Kaddisch für Babuschka

 

Eine Berliner Autorin lässt ihre Romanfigur Hannah nach Lemberg zu ihrer lange tot geglaubten jüdischen Großmutter reisen – um dann selbst Hals über Kopf ins Flugzeug nach Lemberg zu steigen, als sie vom Tod ihrer eigenen Großmutter erfährt. Zwei parallele Geschichten einer versuchten Begegnung, dem Ringen ums Begreifen, nicht zuletzt der eigenen Vergangenheit.

 

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Alma M. Karlin
Ein Mensch wird

 

Wie wird aus einem mit halbseitigen Lähmungen geborenen Mädchen, dem die Ärzte nur ein wenige Monate kurzes Leben prophezeihen, eine weltreisende Pionierin? 1930 verfasst die 1889 im deutsch-slowenischen Celje/Cilli geborene Alma M. Karlin ihre Autobiografie und wirft dabei kritisch-ironische Schlaglichter auf europäische Gesellschaften des frühen 20. Jahrhunderts.

 

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Virginia Woolf / Tobias Schwartz

Bloomsbury & Freshwater

 

Eine Komödie von Virginia Woolf? Tatsächlich. In einem kleinen Küstenort auf der Isle of Wight wird der Dienst an der Kunst ins Groteske getrieben. Die AkteurInnen: Künstlerpersönlichkeiten des Viktorianischen Zeitalters, allen voran die Fotografin Julia Margaret Cameron. Tobias Schwartz hat Woolfs heute fast vergessenes Theaterstück neu übersetzt und mit dem Rahmenstück »Bloomsbury« versehen.

 

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Die Frühjahrsausgabe der Virginia Frauenbuchkritik ist zur Leipziger Buchmesse erschienen. Hier können Sie sie bestellen!

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