AvivA Verlag

Britta Jürgs  (Foto: Klara-Emilia Kajdi)
Britta Jürgs (Foto: Klara-Emilia Kajdi)

 

Vergessene Schätze, literarische Entdeckungen und außergewöhnliche Frauen!

Der AvivA Verlag wurde 1997 von der Literaturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin Britta Jürgs gegründet. AvivA kommt aus dem Hebräischen und ist die weibliche Form von Frühling. Wir erweitern den literarischen Kanon um weibliche Stimmen und rücken bislang vernachlässigte Aspekte und Schätze des kulturellen Erbes in den Blick.

 

In der Reihe »Wiederentdeckte Schriftstellerinnen« präsentieren wir vorwiegend jüdische Autorinnen der 1920er- und 1930er-Jahre. Aus unserer literarischen Kultur sind sie nicht wegzudenken, und doch sind viele Autorinnen der 1920er und 1930er Jahre fast vergessen. Dem Ziel der NS-Politik, sie auch aus der Literaturgeschichte auszulöschen, setzen wir seit über 20 Jahren mit unserem Programm etwas entgegen.

Mit Chuzpe, Humor und Scharfsinn eröffnen Lessie Sachs, Ruth Landshoff-Yorck, Lili Grün, Victoria Wolff, Christa Winsloe oder Maria Leitner neue Perspektiven auf ihre Zeit wie auch auf die Gegenwart. 


Wir verlegen nicht nur in Vergessenheit geratene Werke der 1920er, sondern unternehmen auch Ausflüge in andere Epochen von den 1950er-Jahren bis hin zur Gegenwart. Im AvivA Verlag erscheinen zahlreiche Erstveröffentlichungen aus dem Nachlass, Erstübersetzungen und Erstausgaben in Buchform. Dabei ist es uns besonders wichtig, mit Reportagen, Feuilletons, Kurzprosa, Gedichten oder Theaterstücken auch zahlreiche Formen jenseits des Romans zu berücksichtigen.

 

Unter dem Motto »Nur keine Musen!« widmet sich die AvivA-Künstlerinnen-Reihe mit Biografien und Porträtbänden Frauen aus der Kunst- und Kulturgeschichte – von Malerinnen und Designerinnen über Tänzerinnen, Schriftstellerinnen und Musikerinnen bis hin zu Kabarettistinnen. Einen weiteren Schwerpunkt im Bereich Sachbuch bilden die Themen Antisemitismus, Flucht und Exil, beispielsweise in den Büchern Kristine von Sodens.

 

Seit 2012 erscheint die 1986 gegründete Rezensionszeitschrift Virginia Frauenbuchkritik im AvivA Verlag.

2014 ging der Melusine-Huss-Preis der Hotlist an »Mädchenhimmel!« von Lili Grün. 2019 wurde AvivA mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet.

Verlegerin Britta Jürgs wurde 2011 zur »BücherFrau des Jahres« gekürt und ist seit 2015 Vorsitzende der Kurt Wolff Stiftung.

 

Podcasts und Interviews mit Britta Jürgs:

Musik und Fragen zur Person. Deutschlandfunk Zwischentöne vom 17.5.2020: Britta Jürgs im Gespräch mit Joachim Scholl

rbbKultur vom 11.7.2020: Britta Jürgs und Johann Ulrich im Gespräch mit Nadine Kreuzahler über AvivA, Avant und die Kleinen Verlage am Großen Wannsee

Bookgazette-Podcast #2 vom 10.7.2020: Das Verschwinden berühmter Frauen. Britta Jürgs im Gespräch mit Nick Lüthi

 

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