AvivA im Herbst

Foto der Herbstvorschau, die im hohen Gras liegt, teils von einem grünen Blatt bedeckt

Gerade hat in Berlin die Ausstellung Magyar Modern des Collegium Hungaricum eröffnet. Wir freuen uns sehr, im Rahmenprogramm dabei zu sein, und zwar mit einer Veranstaltung zur Schriftstellerin und Tierbildhauerin Christa Winsloe am Donnerstag, den 8. Dezember um 19 Uhr, gemeinsam mit Winsloe-Biografin und -Herausgeberin Doris Hermanns.

 

Aller guten Dinge sind drei: Nach zwei sehr schönen Veranstaltungen in Berlin und Potsdam beschließen wir unsere Hotlist-Lesetour am 9. Dezember in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung in Berlin-Moabit. Zusammen mit Übersetzer und Herausgeber Tobias Schwartz stellen wir Aphra Behn und unsere mit dem Dörlemann ZuSatz ausgezeichnete zweibändige Werkausgabe mit Romanen, Erzählungen, Komödien und Gedichten der ersten freien Schriftstellerin Englands vor.

 

Auch für die Nicht-Berliner:innen unter Ihnen haben wir eine Empfehlung, und zwar zum Hören: Die Sprachwissenschaftlerin, Frauenbiografieforscherin und Autorin Luise F. Pusch, deren Buch »Gegen das Schweigen« gerade bei uns erschienen ist, war zu Gast beim ZEIT-Podcast »Alles gesagt?«, nachzuhören hier.

 

Unsere Neuerscheinung »Was nicht alles« von Rose Macaulay in der deutschen Erstübersetzung von Josefine Haubold legen wir Ihnen natürlich weiterhin sehr ans Herz, ebenso wie »Ich finde es unanständig, vorsichtig zu leben«, nach »Frauen sind komisch« bereits das zweite Buch von Iris Schürmann-Mock bei AvivA, und die neue Auflage des großartigen Berlin-Romans »Alles ist Jazz« von Lili Grün mit aktualisiertem Nachwort von Herausgeberin Anke Heimberg.

 

Auch die neue »Frauen und Film« ist in diesem Herbst erschienen: Heft 70 widmet sich aus vielfältigen Perspektiven dem Thema »Räume«.

 

»Lies ein Buch aus einem nordafrikanischen Land«, heißt die Indiebookchallenge im Dezember. Unsere Empfehlung: »Die gestohlene Unschuld« mit zentralen Texten der Ethnologin und Widerstandskämpferin Germaine Tillion, übersetzt und herausgegeben von Mechthild Gilzmer und mit einem Nachwort von Tzvetan Todorov. Mehr zu dieser tollen Aktion und weitere AvivA-Empfehlungen zur Challenge finden Sie hier.

 

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

Ihre Britta Jürgs

 

Rose Macaulay

Was nicht alles

 

Im England einer unbestimmten Zeit nach dem »Großen Krieg« hat die Regierung sich zum Ziel gesetzt, den Verstand der Bevölkerung zu fördern – mit zweifelhaften Methoden. Rose Macaulays 1918 erschienener, witzig-scharfsichtiger wie sozialkritischer Roman gilt als Inspiration für Aldous Huxleys »Schöne neue Welt« und ist in der Übersetzung von Josefine Haubold nun erstmals auf Deutsch zu lesen!

 

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Luise F. Pusch

Gegen das Schweigen

 

Von den Nachkriegsjahren durch die Wirtschaftswunderzeit in die »Swinging Sixties«: Geschichten wie die von Luise F. Pusch waren jahrzehntelang kaum erzählbar. Die Geschichte der Kindheit in Ostwestfalen, der Schülerin mit Liebe zur Musik, der Studentin in Hamburg ist auch die Geschichte einer lesbischen jungen Frau im Zeitalter der Ultra-Homophobie.

 

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 Iris Schürmann-Mock

»Ich finde es unanständig, vorsichtig zu leben«

 

Adrienne Thomas erreichte ein Millionenpublikum, Gabriele Reuters Roman »Aus guter Familie« erreichte 28 Auflagen, Diana Kempff wurde mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet – doch Können und Erfolg sind keine Garantie gegen das Vergessen. Iris Schürmann-Mock stellt 25 deutschsprachige Schriftstellerinnen aus 250 Jahren vor und schlägt mit einer ergänzenden »Spurensuche« eine Brücke in die Gegenwart.

 

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Annette Brauerhoch und Heike Klippel (Hg.)

Frauen und Film 70: Räume

 

Unterschiedlichste Perspektiven auf Räumlichkeit, filmischen und außerfilmischen Raum stehen im Zentrum der neuen Ausgabe der »Frauen und Film«.

 

 

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Lili Grün

Alles ist Jazz

 

Berlin um 1930. Schauspielerin Elli ist wieder einmal ohne Engagement, die nächste Miete überfällig und die ­tägliche Mahlzeit besteht aus einem Teller Suppe. Gemeinsam mit einem bunten Trüpp­chen Gleichgesinnter hat sie das Kabarett-Kollektiv »Jazz« gegründet. Ein quirliger Roman aus dem Berlin der »Goldenen Zwanziger« zwischen Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Idealismus und Aufbruch.

 

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Alice Rühle-Gerstel

Der Umbruch oder Hanna und die Freiheit

 

Die junge Kommunistin Hanna flieht aus dem nationalsozialistischen Berlin in ihre Geburtsstadt Prag. Sie findet illegale Arbeit bei einer liberalen Tageszeitung, begegnet in den Kaffeehäusern alten Freundinnen, misstrauischen Genossen und nationalsozialistischen Spionen – und obendrein auch noch ihrer bürgerlichen Herkunft.

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Somerville & Ross

Durch Connemara

 

Irland als pittoreske Idylle? Nicht bei Somerville & Ross! 1890 reist das Autorinnen-Duo mit dem Eselskarren durch Connemara. Ihr rasanter und amüsanter Reisebericht, voller Humor und Selbstironie, ist zugleich eine scharfsinnige Auseinandersetzung mit den gewaltigen politischen und sozialen Umbrüchen in Irland zum Ende des 19. Jahrhunderts. Jetzt erstmals in deutscher Übersetzung von Elvira Willems.

 

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Ruth Rehmann

Illusionen

100. Geburtstag am 1. Juni 2022

 

Im verglasten Großraumbüro im 13. Stock eines großen Konzerns beginnt Samstagnachmittag das Wochenende. Ruth Rehmann eröffnet ein Panorama an irritierenden, aufregenden und ernüchternden Realitäten, lässt uns an Träumen und Enttäuschungen ihrer vier Protagonist:innen teilhaben. Ein etwas anderer Blick auf die Wirtschaftswunderzeit und auch heute noch erstaunlich modern.

 

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Doris Hermanns

»Und alles ist hier fremd«

 

Zahlreiche, meist jüdische Schriftstellerinnen fanden ab 1933 Zuflucht in Großbritannien. Welche Lebens- und Arbeitsbedingungen prägten die Existenz im Exil?

Welche Rolle spielen Herkunft und Sprache für das Leben und die Identität als Schriftstellerin? Doris Hermanns gibt aufschlussreiche Einblicke in individuelle Biografien und nimmt historische und soziale Zusammenhänge in den Blick.

 

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Marina B. Neubert

Was wirklich ist

 

Ein zehnjähriges Mädchen in einer bürgerkriegsgezeichneten Stadt in der nahen Zukunft die eine, eine Autorin im Jerusalem der Gegenwart die andere, beide tragen sie den seltenen Namen Mene und beide hängen zusammen. Was macht Wirklichkeit aus, was bedeuten Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft? Ein Roman zwischen Apokalypse, Hoffnung und Versöhnung. 

 

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Hanna Gagel

So viel Energie

 

Käthe Kollwitz schuf ihre berühmte »Pietà« im Alter von 70 Jahren, Louise Bourgeois war 88, als ihre gigantische Installation »Maman« in der Tate Modern begeisterte. In 16 Porträts von Künstlerinnen jenseits der 50 untersucht Hanna Gagel das Phänomen der späten Schaffenskraft und setzt positive Gegenakzente zum ungeliebten Bild des Alterns.

 

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Alma M. Karlin

Einsame Weltreise

 

1919 bricht Alma M. Karlin – allein und nur mit ihrer Schreibmaschine »Erika« im Gepäck aus ihrer Heimatstadt Celje/Cilli im heutigen Slowenien zu ihrer acht Jahre langen Weltreise auf. Durch ihre Reiseerlebnisbücher wird sie später weltberühmt. In »Einsame Weltreise« beschreibt Karlin die ersten vier Jahren ihrer Weltumrundung, von Europa nach Südamerika, Kalifornien und Hawaii nach Ostasien.

 

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Nellie Bly

Zehn Tage im Irrenhaus

 

1887 schleust sich die damals 23jährige Journalistin Nellie Bly undercover in die berüchtigte Frauenpsychiatrie auf Blackwell's Island, New York, ein. Ihre bahnbrechenden Reportage Zehn Tage im Irrenhaus  ist ein Meilenstein des investigativen Journalismus und ein wichtiges Dokument der Psychiatriegeschichte, erstmals ins Deutsche übersetzt von Martin Wagner.


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Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille für Britta Jürgs
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Vorschau Herbst 2022
Die Herbst-Virginia ist zur Buchmesse erschienen und wird Anfang November verschickt!
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»Frauen und Film« erscheint jetzt im AvivA Verlag
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