Unser Frühjahrsprogramm

Foto von Luise F. Pusch vor rotem Hintergrund, darüber: Happy Birthday! darunter: 80. Geburtstag von Luise F. Pusch
Wir freuen uns sehr über den Kurt-Wolff-Preis 2024 und gratulieren auch Nikola Richter und mikrotext sehr herzlich zum Kurt-Wolff-Förderpreis! Die Preisverleihung findet am Freitag, den 22. März 2024 um 13 Uhr auf dem Forum ›Die Unabhängigen‹ (Halle 5, E313) im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt. Die Laudatio hält die Schriftstellerin, Übersetzerin und Verlegerin Zoë Beck. Am Freitagabend dann lädt die Kurt-Wolff-Stiftung traditionell zur Vorstellung der Preisträgerverlage in die Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Beginn ist um 20 Uhr.

 

Doch auch vorher lohnt sich ein Blick in unseren Veranstaltungskalender: Bei einer musikalischen Lesung mit der Cellistin Monika Recker-Johnson am Freitag, den 1. März 2024 in Bornheim stellt Iris Schürmann-Mock vergessene Dichterinnen aus ihrem Buch »Ich finde es unanständig, vorsichtig zu leben« vor.


Autorin Ingeborg Gleichauf ist am Dienstag, den 5. März um 19.30 Uhr mit einer Lesung aus »Alles ist seltsam in der Welt«, ihrem Portät der Dichterin Gertrud Kolmar, in Konstanz zu Gast.

 

Martina Bölck und Hilke Veth, die mit »Ausgerechnet zu den Chinesen ...Deutschsprachige Abenteurerinnen in China« spannende Perspektiven auf das ostasiatische Land in der Zeit der Opiumkriege, des deutschen Kolonialismus und der Weltkriege bis zur Gründung der Volksrepublik eröffnen, lesen am Freitag, den 8. März in Buxtehude und am Dienstag, den 12. März in Duisburg aus ihrem Buch.

 

Am Mittwoch, den 13. März stellt Herausgeberin Anke Heimberg die österreichische Autorin, Kabarettistin und Schauspielerin Lili Grün, die am 3. Februar 120 Jahre alt geworden wäre, in Horb am Neckar vor, und Autorin Doris Hermanns liest am Samstag, den 16. März in Berlin-Lichtenberg aus »›Und alles ist hier fremd.‹ Deutschsprachige Schriftstellerinnen im britischen Exil«.

 

Die erste Buchpremiere aus unserem Frühjahrsprogramm feiern wir am Donnerstag, den 14. März in der Berliner Buchhandlung Der Zauberberg und sprechen mit der Herausgeberin Eva-Maria Thüne über Hanna Kiel und deren »Chronik aus Fiesole im August 1944«, »Die Schlacht um den Hügel«. Und auch ein Blick auf unsere weiteren Neuerscheinungen lohnt sich: Mit »Wem die Fragen nicht brennen. Das Leben der Gudrun Ensslin« hat Ingeborg Gleichauf eine differenzierte Biografie der RAF-Terroristin geschrieben. In die US-amerikanische Ostküsten-Provinz der 1970er Jahre entführt Silvia Tennenbaum mit »Rachel, die Frau des Rabbis« um eine Baseball liebende Rabbinersfrau und Künstlerin, die sich so gar nicht in das Bild der Vorstadtgemeinde von einer ordentlichen Rebbezin fügen will, und auf Alice Berends ganz erstaunlichen und herrlich komischen Berlin-Roman aus dem Jahr 1915, »Die Bräutigame der Babette Bomberling«, gibt es einen kleinen Vorgeschmack per Video.

 

Vom 21. bis 24. März sind wir dann auf der Leipziger Buchmesse – mit einem Stand und vielen tollen Veranstaltungen!

 

Herzliche Grüße,

 

Ihre Britta Jürgs

Ingeborg Gleichauf

Wem die Fragen nicht brennen

 

Gudrun Ensslin gehörte zur Führungsspitze der RAF. Zugleich war sie eine hochgebildete Person. In ihrer Biografie Ensslins räumt Ingeborg Gleichauf mit den gängigen Stereotypen auf, die die Terroristin als Produkt eines provinziellen Pastorenhaushalts, als hysterische Blondine, als Waffen- und Modefetischistin sehen, und zeichnet ein differenziertes Bild einer so widersprüchlichen Persönlichkeit.

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Hanna Kiel

Die Schlacht um den Hügel

 
»Zu anti-deutsch« sei Hanna Kiels Text, so das Argument, an dem die deutsche Veröffentlichung der »Schlacht um den Hügel« 1947 scheiterte. Als Augenzeugin und zugleich mit bemerkenswerter Distanz und Reflexion schildert die Schriftstellerin und Kunsthistorikerin jene Wochen im August 1944, als die Wehrmacht die nördlichen Hügel von Florenz besetzt hat, bis zur Befreiung durch Partisanen und Alliierte.

 

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Alice Berend

Die Bräutigame der Babette Bomberling

 
Babette Bomberling, jung und reizend, hat einen Makel: Die Familie verdankt ihren Wohlstand der väterlichen Fabrik für Särge. Mutter Bomberling, das Wohl der Tochter im Blick, sucht einen Bräutigam von Adel oder akademischem Stand und schreckt dabei auch vor ungewöhlichen Maßnahmen nicht zurück. Der erstaunliche und herrlich komische Berlin-Roman der Erfolgsautorin aus dem Jahr 1915 neu aufgelegt!

 

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Silvia Tennenbaum

Rachel, die Frau des Rabbis

 

Rachel ist seit 20 Jahren mit dem Vorstadtrabbiner Seymour Sonnshein verheiratet, liebt Baseball, verbringt ihre Zeit am liebsten in ihrem Atelier oder entflieht der Provinz bei Ausflügen nach New York – und passt so gar nicht in das Bild der Vorstädter von einer ordentlichen Rebbezin. Intrigen und Querelen bringen das Leben der Sonnsheins durcheinander ...

 

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Virginia Woolf

Roger Fry. Eine Biografie

 

Virginia Woolfs letztes zu Lebzeiten veröffentlichtes Werk ist nicht nur ein herausragendes Lebensbild einer bedeutenden Schlüsselfigur der Kunstgeschichte, sondern zugleich ein aufschlussreicher Teil des literarischen Werks der Schriftstellerin Virginia Woolf – und nun erstmals auf Deutsch zu lesen!


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Stephanie Hanel

Künstlerinnen in New York. Von Bronzegöttinnen, fabelhaften Wesen und einer etwas anderen Dinner Party

 

Kunst auf der High Line und vor der Börse, in der New York Public Library – und natürlich in den weltberühmten Museen der Stadt: Stephanie Hanel nimmt uns mit auf ihre Streifzüge auf den Spuren von Künstlerinnen, bekannten wie unbekannten, historischen Pionierinnen wie zeitgenössischen Akteurinnen.

 

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Ruth Landshoff-Yorck

Leben einer Tänzerin

 

Eine »Neue Frau« voller Freiheitsdrang und Lebenslust: Die Tänzerin Lena Amsel diente Ruth Landshoff-Yorck als Vorbild für Lena Vogel, die Hauptfigur ihres Romans, die sich im Wien und Paris der 1920er Jahre immer wieder neu erfindet, bis ihr Leben schließlich abrupt endet. 

 

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Martina Bölck & Hilke Veth

»Ausgerechnet zu den Chinesen ...« Deutschsprachige Abenteurerinnen in China

 

Als Ärztin, Journalistin, Wissenschaftlerin, Spionin, Künstlerin oder Konditoreibetreiberin lebten und arbeiteten sie im 19. und 20. Jahrhundert in verschiedenen Regionen Chinas, erlebten die Zeit der Opiumkriege, der deutschen Kolonien, des Zweiten Weltkriegs und der Gründung der Volksrepublik. Martina Bölck und Hilke Veth porträtieren 18 ganz unterschiedliche Frauen, und es entsteht ein lebendiges zeitgeschichtliches Mosaik.

 

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Kristine von Soden

»Ob die Möwen manchmal an mich denken?«
Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee

 

Mit dem Aufstieg der Seebäder im Wilhelminischen Kaiserreich kam sogleich auch der »Bäder-Antisemitismus« auf. Anhand einer Fülle historischer Quellen zeichnet Kristine von Soden ein facettenreiches Bild jener Zeit bis 1937, als nahezu alle Orte und Strände für jüdische Badegäste verboten waren. Nun erscheint ihr Standardwerk in erweiterter Neuauflage.

 

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Christine de Pizan

Das Buch von der Stadt der Frauen

 

Feministische Utopien im Spätmittelalter? Christine de Pizan gilt als die erste Autorin, die vom Schreiben leben konnte. Das 1404/05 entstandene »Buch von der Stadt der Frauen« ist eine ebenso kluge wie witzige Streitschrift gegen die Flut von hate speech aus der Feder frauenfeindlicher Autoren. Aus dem Mittelfranzösischen von Margarete Zimmermann.

 

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Eva Kuhn (Hg.)

Frauen und Film, Heft 71:

Feministische Ökonomien und Zeitlichkeit

 

Ausgehend von einer in 1970er Jahren entstandenen feministischen Kritik an einem System, das die Idee des unbegrenzten Wachstums des Kapitals für absolut erklärt hat, steht der Film als Ökonomie mit Zeit im Zentrum der neuen Ausgabe der »Frauen und Film«.

 

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