Maria Leitners 130. Geburtstag, Aphra Behn im Berliner Literaturhaus und eine Weltreise

Auf einem roten Tuch liegt ein Profilfoto (schwarz-weiß) von Maria Leitner, links davon ihr Buch "Elisabeth, ein Hitlermädchen", rechts "Mädchen mit drei Namen".

Am 19. Januar würde Maria Leitner 130 Jahre alt. Die in Varaždin geborene Journalistin und Schriftstellerin wuchs in Budapest auf, studierte in Wien und Berlin und war in den 1920er Jahren eine Weile als Reporterin in den USA. Bei uns sind, herausgegeben von Helga und Winfried Schwarz, unter dem Titel »Mädchen mit drei Namen« ihr gleichnamiger Roman sowie (oft frappierend aktuelle) Reportagen aus den letzten Jahren der Weimarer Republik erschienen, außerdem ihr erstmals 1937 im Pariser Exil veröffentlichter Roman »Elisabeth, ein Hitlermädchen«, ebenfalls mit ergänzenden Reportagen Leitners aus den Jahren 1934 bis 1939.

 

Ganz herzlich einladen möchten wir Sie zur Buchpräsentation am 20. Januar 2022 im Literaturhaus Berlin: Übersetzer und Herausgeber Tobias Schwartz stellt im Gespräch mit Thomas Böhm die Weltreisende, Spionin und Star-Autorin Aphra Behn und die gerade erschienene Werkausgabe mit den Bänden »Ich lehne es ab, meine Zunge im Zaum zu halten« und »Fliegen sollst du« vor. Aus ihren Texten liest Schauspielerin  Jördis Triebel. Mehr zu unseren Veranstaltungen in den nächsten Wochen finden Sie hier.

 

»... die Bedeutung von Victoria Wolffs autobiografisch gefärbtem Roman ›Gast in der Heimat‹ liegt darin, wie es ihr gelingt, das Einsickern der NS-Ideologie in eine Kleinstadt wie Heilbronn nachzuzeichnen«, stellt Christoph Haacker in seiner Besprechung des von Anke Heimberg im Herbst bei uns herausgegebenen Romans im »Büchermarkt« beim Deutschlandfunk fest. Die sehr lohnende Sendung vom 13. Januar kann hier nachgehört werden.

 

Im Januar präsentiert AvivA zusammen mit der Eutiner Buchhandlung Hoffmann und dem Buchblog same nature das Motto der Indiebookchallenge: »Lies ein Buch mit einem Untertitel«, #TitelMitUntertitel. Da hätten wir natürlich so einige Empfehlungen. In der Hoffnung auf die eine odere andere Reise im neuen Jahr (vielleicht nicht gleich um die Welt) starten wir mit Nellie Blys Buch »Around the World in 72 Days. Die schnellste Frau des 19. Jahrhunderts«. Mehr zu dieser Aktion und weitere AvivA-Tipps finden Sie hier.


Wenn Ihnen der Sinn nach einem kleinen Ausblick steht, dann werfen Sie doch einmal einen Blick in unsere Frühjahrsvorschau. In unserem Jubiläumsjahr ist die reich gefüllt! Unsere neuen Titel finden Sie auch hier in der Übersicht.

 

Auf ein gutes Jahr 2022 voller Entdeckungen!

Ihre Britta Jürgs

 

Margaret Goldsmith: Patience geht vorüber

Victoria Wolff

Gast in der Heimat

 

Seit Generationen leben die protestantische Kaufmannsfamilie Dortenbach und die jüdische Fabrikantenfamilie Martell in der württembergischen Weinstadt. Fest verbunden fühlen sich Claudia Dortenbach und ihr Ehemann Helmuth Martell ihrer schwäbischen Heimat. Als der Nationalsozialismus in der kleinen Stadt zunehmend erstarkt, ist Claudia zunächst wie betäubt.

 

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Aphra Behn

Werke

 

Oroonoko wird aus Westafrika als Sklave in die britischen Kolonien verkauft und zettelt dort einen Aufstand an. Hellena zieht ein Leben in – sexueller – Freiheit dem Kloster vor. Und der exzentrische Doktor Baliardo schließlich erlebt sein blaues Wunder, als ihm vermeintlich Außerirdische einen Besuch abstatten. Aphra Behn, Berufsschriftstellerin und Feministin avant la lettre, Ende des 17. Jahrhunderts regelmäßig auf englischen Bühnen präsent, ist in ihrer Heimat längst wieder auf dem Vormarsch. Endlich sind ihre Komödien, Erzählungen und Gedichte auch auf Deutsch zu entdecken!

 

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Andrea Weisbrod

Madame de Pompadour und die Macht der Inszenierung

300. Geburtstag am 29. Dezember 2021

 

Machtgierige, berechnende Intrigantin oder gebildete, aufgeklärte Strategin und Förderin der schönen Künste, die geschickt in die europäische Politik eingriff? Ein differenziertes Porträt einer der mächtigsten Frauen ihrer Zeit.

 

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Jutta Sauer

»Wie nur ein Haifisch trösten kann«

Ilse Aichinger. Ein Porträt

100. Geburtstag am 1. November 2021

 

Ilse Aichinger gilt zu recht als eine der einflussreichsten deutschsprachigen Autorinnen nach 1945. In ihrem biografischen Essay porträtiert Jutta Sauer die Schriftstellerin im Dialog mit ihrem Werk und wichtigen Ereignissen der Kultur- und Zeitgeschichte. Eine Begegnung mit einer Frau mit unbeirrbarer Haltung, deren singuläres Werk über ihren Tod hinaus bis in die Gegenwart reicht.

 

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Doris Hermanns

»Und alles ist hier fremd«

 

Zahlreiche, meist jüdische Schriftstellerinnen fanden ab 1933 Zuflucht in Großbritannien. Welche Lebens- und Arbeitsbedingungen prägten die Existenz im Exil?

Welche Rolle spielen Herkunft und Sprache für das Leben und die Identität als Schriftstellerin? Doris Hermanns gibt aufschlussreiche Einblicke in individuelle Biografien und nimmt historische und soziale Zusammenhänge in den Blick.

 

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Somerville & Ross

Durch Connemara

 

Irland als pittoreske Idylle? Nicht bei Somerville & Ross! 1890 reist das Autorinnen-Duo mit dem Eselskarren durch Connemara. Ihr rasanter und amüsanter Reisebericht, voller Humor und Selbstironie, ist zugleich eine scharfsinnige Auseinandersetzung mit den gewaltigen politischen und sozialen Umbrüchen in Irland zum Ende des 19. Jahrhunderts. Jetzt erstmals in deutscher Übersetzung von Elvira Willems.

 

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Marina B. Neubert

Was wirklich ist

 

Ein zehnjähriges Mädchen in einer bürgerkriegsgezeichneten Stadt in der nahen Zukunft die eine, eine junge Autorin im Jerusalem der Gegenwart die andere, beide tragen sie den seltenen Namen Mene und beide hängen zusammen. Was macht Wirklichkeit aus, was bedeuten Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft?

Ein Roman zwischen Apokalypse, Hoffnung und Versöhnung. 

 

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Ruth Rehmann

Illusionen

100. Geburtstag am 1. Juni 2022

 

Im verglasten Großraumbüro im 13. Stock eines großen Konzerns beginnt Samstagnachmittag das Wochenende. Ruth Rehmann eröffnet ein Panorama an irritierenden, aufregenden und ernüchternden Realitäten, lässt uns an Träumen und Enttäuschungen ihrer vier Protagonist:innen teilhaben. Ein etwas anderer Blick auf die Wirtschaftswunderzeit und auch heute noch erstaunlich modern.

 

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Die Herbst-Virginia ist Ende Oktober erschienen
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