Autorin Salome Benidze im Gespräch mit Britta Jürgs
Eine junge Frau, 19 Jahre alt und Freiwillige beim Roten Kreuz, wird an der Front bei Tabachmela in Georgien getötet und in einem Massengrab beerdigt. Erst drei Jahre zuvor, am 26. Mai 1918, war die Demokratische Republik Georgien gegründet worden, die modernen europäischen Parlamentarismus und georgische Tradition vereinte.
Die junge Frau von damals, Maro Makaschwili, würde am 25. August 125. Jahre alt. Sie wurde nach ihrem Tod 1921 zum Inbegriff der georgischen Unabhängigkeitsidee, zur Symbolfigur für das freie, kulturell und politisch eigenständige Georgien. Den sowjetischen Besatzern war das Gedenken ein Dorn im Auge, die Erinnerung an die Toten konnte kaum schnell genug ausgelöscht werden. Doch Maros Tagebuch hat überlebt und die vor über 100 Jahren geschriebenen Texte der jungen Frau inspirieren heute mehr und mehr junge Menschen, die von einem modernen und traditionsbewussten Georgien träumen.
Salome Benidze setzt ihr mit »Maro« ein eindrückliches Denkmal. 2023 erschien das Buch in Georgien, 2025 in der deutschen Übersetzung von Iunona Guruli bei uns.
Eintritt 10 Euro. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, bitte melden Sie sich an.
Datum und Uhrzeit
Donnerstag, 25. Juni 2026, 19.30 Uhr
Ort
Literarische Buchhandlung Der Zauberberg
Bundesallee 133
12161 Berlin