Luise F. Pusch

Gegen das Schweigen

Meine etwas andere Kindheit und Jugend

Pusch, Luise F.: Gegen das Schweigen. Meine etwas andere Kindheit und Jugend

Hardcover m. Leseband,
272 S., m. Abb., 22 €
ISBN:
978-3-949302-09-1

 

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Luise F. Pusch: Gegen das Schweigen. Meine etwas andere Kindheit und Jugend
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Lesbisch in den 1950er/1960er Jahren

Von den ersten Nachkriegsjahren durch die Wirtschaftswunderzeit in die »Swinging Sixties«: Geschichten wie ihre waren jahrzehntelang kaum erzählbar. Die Geschichte der Kindheit in Ostwestfalen, der Schülerin mit Liebe zur Musik, der Studentin an der Uni Hamburg ist auch die Geschichte einer lesbischen jungen Frau im Zeitalter der Ultra-Homophobie.

 

Im Sommer 2020 schrieb Luise F. Pusch ihre Erinnerungen an ihre bedrückende lesbische Kindheit und Jugend auf. Als Trigger wirkte der Corona-Lockdown: Auch in den reaktionären 1950er und 1960er Jahren bis weit über die sogenannte sexuelle Revolution hinaus waren Kontakte mit Mitmenschen bedrohlich, Gesellschaft gefährlich, Alleinsein Rettung und Erholung vom Zwang zur Verstellung und vor lähmender Angst. Schwule Schriftsteller wie Didier Eribon, Paul Monette, Daniel Schreiber oder Douglas Stuart haben erschütternde Berichte über die Kämpfe und Krämpfe ihrer Kindheits- und Jugendjahre vorgelegt. Lesben haben weiter geschwiegen. Luise F. Pusch bricht dieses lesbische Schweigen über das unerträgliche Heranwachsen in jenen homophoben Nachkriegsjahrzehnten. So persönlich wie reflektiert legt die feministische Sprachwissenschaftlerin Zeugnis ab von einer bislang vielverschwiegenen Realität: »Was uns angetan wurde, muss endlich ans Licht«, sagt sie, »damit nicht die gleichen Fehler immer wieder passieren und um künftiges Leid zu verhindern.«

 

Schon vor 41 Jahren hat Pusch mit ihrem autobiografischen Bericht »Sonja. Eine Melancholie für Fortgeschrittene« über den lesbischen Alltag zweier Studentinnen 1965 bis 1976 Ähnliches gewagt. »Sonja« beginnt dort, wo »Gegen das Schweigen« aufhört.

Presse

»Es ist ein wichtiges Buch – auch für Jugendliche, die vielleicht an sich zweifeln, weil sie von ihrer Umgebung  oder von gesellschaftlichen Normen unter Druck gesetzt werden«

(Gundula Pause, Mathilde on Air)

 

»Das Buch bringt nicht nur die stickige, hölzerne, familiäre Atmosphäre sehr gut rüber, sondern gibt auch einen Einblick in die Kultur der Fünfziger/Sechziger Jahre, die Bücher und Neuerscheinungen, die Luise zunächst aufgrund ihrer Schwärmerei für Charlotte und deren intellektuellem Elternhauses konsumierte und später aus literarischer Leidenschaft. Zahlreiche authentische Details schmücken diese Geschichte aus (...).«

(Kate Rapp, Seitenhinweis)

 

»Wer erfahren will, wie das Schweigen über und das Verdrängen von lesbischer

Liebe die Jugendliche und junge Erwachsene Luise Pusch geprägt haben, muss selbst zu dem Buch greifen und nachlesen. Anregende Lektürestunden sind versprochen.«

(Eckhard Möller, Heimatjahrbuch Kreis Gütersloh)

 

Autorinnen

Cover

Gegen das Schweigen Buchcover
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