Ruth Rehmann

Foto: Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
Foto: Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg

Ruth Rehmann, 1922 in Siegburg geboren, studierte zunächst Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik an den Universitäten Bonn und Marburg, dann Musik mit dem Hauptfach Geige in Köln, Berlin und Düsseldorf, unterbrochen durch eine Dienstverpflichtung bei der Wehrmacht, wo sie als Sekretärin arbeitete. Nach ihrem Abschluss unterrichtete sie zunächst Deutsch und Englisch in bayerischen Landschulheimen und arbeitete als Dolmetscherin sowie als Pressereferentin für verschiedene ausländische Botschaften in Deutschland. Gleichzeitig begann sie mit der Veröffentlichung literarischer Arbeiten. 1958 las sie auf einer Tagung der Gruppe 47 aus ihrem ersten Roman »Illusionen«, bekannt wurde sie 1979 mit »Der Mann auf der Kanzel: Fragen an den Vater«, in dem sie sich Fragen zur Rolle der Elterngeneration und der Kirche in der NS-Zeit widmet. In dieser Zeit intensivierte sie auch ihr politisches Engagement in der Friedensbewegung. Neben Romanen und Erzählungen verfasste sie auch zahlreiche Hörspiele. Sie war Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Mackensen-Literaturpreis, dem Oberbayerischen Kulturpreis und im Jahr 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz.

Seit 1945 lebte sie im Chiemgau, noch im Jahr 2009 veröffentlichte sie mit »Ferne Schwestern« einen weiteren Roman.

Sie starb am 29. Januar 2016.

 

 

Bücher

Drei Gespräche über einen Mann und andere Hörspiele
Drei Gespräche über einen Mann und andere Hörspiele

Suche

Die Herbstausgabe der Virginia Frauenbuchkritik erscheint zur Frankfurter Buchmesse. Hier können Sie sie bestellen!

Vorschau Herbst 2017
Vorschau Herbst 2017