Lessie Sachs

Lessie Sachs 1919
Lessie Sachs 1919

1896 in Breslau geboren, entschied sich Lessie (Valeska Luise) Sachs früh dazu ein Kunststudium aufzunehmen und zog mit diesem Wunsch nach München, die damalige deutsche Kunstmetropole.

Während der sich überschlagenden Ereignisse der bayerischen Novemberrevolution 1918/1919 engagierte sich Lessie Sachs politisch, trat der KPD bei und beteiligte sich an der Münchner Räterepublik. Die Zerschlagung eben dieser Räterepublik führte zu ihrer Verhaftung, Verurteilung und jahrelanger Beobachtung. Nach einem Gefängnisaufenthalt wurde sie aus Bayern ausgewiesen.

 

Ab 1930 veröffentlichte Lessie Sachs Gedichte und Kurzprosa in renommierten Zeitungen wie der Vossischen oder dem Simplicissimus. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten machte ihre Hoffnungen auf eine Karriere als Schriftstellerin zunichte und zwang sie 1937, mit ihrem Mann und ihrer Tochter, nach Amerika zu emigrieren, wo sie 1942 starb.

Zwei Jahre später erschienen in den USA ihre Tag- und Nachtgedichte mit einem Vorwort von Heinrich Mann.

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