Hertha von Gebhardt

125. Geburtstag am 2. Februar 2021

Hertha von Gebhardt wurde 1896 in Leipzig geboren, verbrachte aber den Großteil ihres Lebens in Berlin. Sie arbeitete kurzzeitig als Französischlehrerin, wandte sich aber bald ganz dem Schreiben zu. Erste Veröffentlichungen erschienen ab 1915 in der »B.Z. am Mittag« und in der »Schaubühne«, es folgten zahlreiche Feuilleton-Beiträge in verschiedenen Zeitungen (u. a. in der »Vossischen«), Romane und Drehbücher für Filme wie »Der grüne Salon«. Trotz ihres jüdischen Familienhintergrunds – sie war die Enkelin des Ägyptologen und Schriftstellers Georg Ebers – gelang es ihr, 1936 in die Reichsschrifttumskammer aufgenommen zu werden. Nach dem Krieg arbeitete sie hauptsächlich als Kinderbuchautorin und Übersetzerin.

Eine enge Freundschaft verband sie mit der Schriftstellerin Christa Winsloe, deren Nachlass sie nach deren Tod 1944 verwaltete.

Hertha von Gebhardts Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Sie war Anfang der 1930er-Jahre Mitglied des ersten deutschen Soroptimist-Clubs in Berlin und an dessen Neugründung nach dem 2. Weltkrieg beteiligt. Über den Schutzverband deutscher Schriftsteller, dessen Vorstand sie von 1931-1933 angehörte, war sie am Aufbau der Berliner Künstlerkolonie beteiligt. Nach dem Krieg war sie Initiatorin und Vorstandsmitglied des Schutzverbandes Deutscher Autoren (SDA) und 1949 Gründungsmitglied des Berliner Schriftstellerverbandes, dessen 1. Vorsitzende sie 1952 wurde.
1952 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

 

Sie starb 1978 in Berlin.

Bücher

Hertha von Gebhardt: Christian Voß und die Sterne
Hertha von Gebhardt: Christian Voß und die Sterne

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