Margaret Goldsmith

Patience geht vorüber

AvivA-Tipp zur #indiebookchallenge im Februar 2021

Goldsmith, Margaret: Patience geht vorüber

Herausgegeben und mit einem Nachwort
von Eckhard Gruber
gebunden, mit Leseband

224 Seiten
ISBN: 978-3-932338-94-6

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Goldsmith, Margaret: Patience geht vorüber
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Die Zwanziger Jahre zwischen Berlin und London

»Kaum ein Tag verging, an dem sie sich nicht über ihren ausgefallenen Namen ärgerte. Ihr allzu englischer Vorname hatte ihr als Kind schon große Schwierigkeiten gemacht. ›Sprich Peeschens‹, hatte sie ihren Mitschülerinnen vorbuchstabiert, als sie zum ersten Mal in die Schule ging.«

 

Während an der Front gekämpft wird, feiern die beiden Schulfreundinnen Patience und Grete im April 1918 in einer kleinen Konditorei in Berlin ihr bestandenes Abitur. Beide sind froh, dass ihnen bei der Prüfung kein Bekenntnis zur Nation abverlangt wurde, stimmen sie doch schon lange nicht mehr in den patriotischen Überschwang ihrer Umgebung mit ein: Grete ist Sozialistin und Patience, die eine englische Mutter hat, wurde von den Mitschülerinnen ständig daran erinnert, dass sie »nicht dazugehört«.

 

Margaret Goldsmith schildert in ihrem erstmals 1931 veröffentlichten Roman »Patience geht vorüber« die Lebensentwürfe und Enttäuschungen der sympathischen Heldin Patience – von deren leidenschaftlicher Liebe zu Grete bis zum »neusachlichen« Umgang mit Beziehungen Ende der 1920er-Jahre, der Arbeit als Journalistin zwischen Deutschland und England bis zur Karriere als Medizinerin, die Patience bis in die USA führt. Zwischen den Klassen, den Nationen, aber auch den Geschlechtern stehend, lotet die junge Berlinerin die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Nachkriegskulturen, der Sexualmoral und der Rollenbilder in Deutschland und England aus. Aus der Sicht einer selbstbewussten jungen Frau entsteht dabei ein dichtes Zeitbild vom Ende des Ersten Weltkriegs und der Novemberrevolution über die Inflation 1923 bis ins Jahr 1930; charmant, humorvoll und unprätentiös erzählt – und immer wieder überraschend aktuell.

 

Der Roman ist der Künstlerin Martel Schwichtenberg gewidmet, mit der Goldsmith befreundet war und von der auch die Umschlagillustration stammt.

Pressestimmen

»Wirklich ein schönes Buch, eine tolle Entdeckung!«

Daniel Kaiser, eat.READ.sleep (NDR)

»Ein aussergewöhnlicher Roman einer aussergewöhnlichen Autorin, deren eigene Biografie, von Herausgeber Eckhard Gruber im Nachwort skizziert, Stoff für zehn weitere Bücher böte.«

Sacha Verna, annabelle

»Frauen in einer aufgewühlten Zeit, in der die Katastrophe des Ersten Weltkriegs nachwirkte (...)«

Maria Frisé, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»(...) heute lesen wir mit Erstaunen, in welch schnippischem Tonfall sie mit Biedermännern abrechnet, ohne sich dabei Revolutionären und Sozialisten an den Hals zu werfen.«

Anton Thuswaldner, Die Furche

»So liest sich Patience geht vorüber trotz seiner fast 90 Jahre kein bisschen verstaubt. Vielmehr finden sich Vorboten der Gegenwart (...).«

Andrea Kathrin Kraus, kreuzer

»Zwar ist sie eine vorübergehende Passantin, doch sie wird sichtbar, ist präsent, prägt sich ein – dank der kunstvollen Beschreibung, der präzisen und lebendigen Feder-führung ihrer Schöpferin.«

Petra Lohrmann, Gute Literatur

»Ein fein gemachtes Buch, dessen Nachwort uns zudem mit der vergessenen Autorin Margaret Goldsmith eine bewundernswert vielseitige und selbstständige Frau näherbringt.«

Erhard Schütz, DAS MAGAZIN

»Margaret Goldsmith hat einen emanzipierten Roman verfasst, der an heutigen Leser*innen nicht ohne Weiteres vorübergeht.«
Larissa Plath, Auf der Höhe

»Der Roman entwirft ein komplexes Zeitbild vom Ende des Ersten Weltkrieges über die Inflation bis ins Jahr 1930 und zeigt sich dabei zum Teil sehr aktuell, etwa wenn Patience über Rollenbilder und Sexualmoral philosophiert.«

Lady-Blog.de

»Margaret Goldsmith hat in ihrem außergewöhnlichen, bereits 1931 erschienenen Roman eine ganz und gar moderne Protagonistin entworfen. (...) Ganz lakonisch und direkt bleibt Goldsmith ihr auf der Spur und erfüllt absolut ihren eigenen Anspruch, das wirkliche Leben zu beschreiben.«

Stefanie Hetze, Dante Connection

»(...) dank dieser Wiederauflage wird Patience aber in Zukunft hoffentlich in einer Reihe mit den Heldinnen von Irmgard Keun, Gabriele Tergit und Vicki Baum im kulturellen Gedächtnis verankert bleiben.«

Magda Birkmann, Buchkultur

»Liebevoll und schön reihen sich die Worte zu Sätzen, die in die Vergangenheit der Familien der Protagonistinnen gehen sowie politische Gedanken und tiefe Gefühle beschreiben.«

Jana Schulze, L-Mag

»Eine humorvolle, kluge Erzählung, angesiedelt in Europa zwischen 1918 und 1930.«

Jörg Braunsdorf, kultur24.berlin

»Das alles liest sich dank Goldsmiths schwungvollem und lakonischem Stil sehr unterhaltsam und liefert dazu ein in allen Farben schillerndes Nachkriegspanorama der 1920er Jahre.«

Julia Korbik, This Is Jane Wayne

»... ein hochaktueller alter roman über immer noch brennende themen ...«

Tobias Bruns, philosophenstreik

»Patience hat mal eben im Vorübergehen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.«
Claudia Kowalski, Renies Lesetagebuch

»In seinem ausführlichen Nachwort schildert Eckhard Gruber das schier unglaubliche Leben von Margaret Goldsmith, das auch aus heutiger Sicht mindestens so spektakulär erscheint wie das ihrer Heldin Patience.«
Christina Mohr, AVIVA-BERLIN.DE

»... ein spannendes Zeitzeugnis.«

Nadine Lange, Der Tagesspiegel

»Es ist ein emanzipierter Roman – der lässt einen nicht einfach nur so zurück, der geht einem lange nach.«
Daniela Weiß, Buchhandlung Montag, rbbKultur

»Das ist hirn- und herzerfrischend, klasse geschrieben und liest sich heute, was Sprache, aber auch persönliche Überzeugungen betrifft, geradezu erstaunlich aktuell.«

Oliver Fründt, Büchergilde Buchhandlung

 

»Heruntergekühlt im Ton erzählt Margaret Goldsmith diese mehr als zehnjährige Geschichte einer ‚neusachlichen Seele‘ mit präziser Beobachtungsgabe. Durch alle auch politischen Wirren der Zeit, zwischen Sozialismus und patriotischen Gefühlen.«
Edelgard Abenstein, Deutschlandfunk Kultur

Autorin

Cover

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Herausgeber


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