Margaret Goldsmith

Patience geht vorüber

Goldsmith, Margaret: Patience geht vorüber

Herausgegeben und mit einem Nachwort
von Eckhard Gruber
gebunden, mit Leseband

224 Seiten,  19 €
ISBN: 978-3-932338-94-6

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Goldsmith, Margaret: Patience geht vorüber
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Die Zwanziger Jahre zwischen Berlin und London

»Kaum ein Tag verging, an dem sie sich nicht über ihren ausgefallenen Namen ärgerte. Ihr allzu englischer Vorname hatte ihr als Kind schon große Schwierigkeiten gemacht. ›Sprich Peeschens‹, hatte sie ihren Mitschülerinnen vorbuchstabiert, als sie zum ersten Mal in die Schule ging.«

 

Während an der Front gekämpft wird, feiern die beiden Schulfreundinnen Patience und Grete im April 1918 in einer kleinen Konditorei in Berlin ihr bestandenes Abitur. Beide sind froh, dass ihnen bei der Prüfung kein Bekenntnis zur Nation abverlangt wurde, stimmen sie doch schon lange nicht mehr in den patriotischen Überschwang ihrer Umgebung mit ein: Grete ist Sozialistin und Patience, die eine englische Mutter hat, wurde von den Mitschülerinnen ständig daran erinnert, dass sie »nicht dazugehört«.

 

Margaret Goldsmith schildert in ihrem erstmals 1931 veröffentlichten Roman »Patience geht vorüber« die Lebensentwürfe und Enttäuschungen der sympathischen Heldin Patience – von deren leidenschaftlicher Liebe zu Grete bis zum »neusachlichen« Umgang mit Beziehungen Ende der 1920er-Jahre, der Arbeit als Journalistin zwischen Deutschland und England bis zur Karriere als Medizinerin, die Patience bis in die USA führt. Zwischen den Klassen, den Nationen, aber auch den Geschlechtern stehend, lotet die junge Berlinerin die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Nachkriegskulturen, der Sexualmoral und der Rollenbilder in Deutschland und England aus. Aus der Sicht einer selbstbewussten jungen Frau entsteht dabei ein dichtes Zeitbild vom Ende des Ersten Weltkriegs und der Novemberrevolution über die Inflation 1923 bis ins Jahr 1930; charmant, humorvoll und unprätentiös erzählt – und immer wieder überraschend aktuell.

 

Der Roman ist der Künstlerin Martel Schwichtenberg gewidmet, mit der Goldsmith befreundet war und von der auch die Umschlagillustration stammt.

Pressestimmen

»Wirklich ein schönes Buch, eine tolle Entdeckung!«

Daniel Kaiser, eat.READ.sleep (NDR)

»Liebevoll und schön reihen sich die Worte zu Sätzen, die in die Vergangenheit der Familien der Protagonistinnen gehen sowie politische Gedanken und tiefe Gefühle beschreiben.«

Jana Schulze, L-Mag

»Margaret Goldsmith hat in ihrem außergewöhnlichen, bereits 1931 erschienenen Roman eine ganz und gar moderne Protagonistin entworfen. (...) Ganz lakonisch und direkt bleibt Goldsmith ihr auf der Spur und erfüllt absolut ihren eigenen Anspruch, das wirkliche Leben zu beschreiben.«

Stefanie Hetze, Dante Connection

»Das alles liest sich dank Goldsmiths schwungvollem und lakonischem Stil sehr unterhaltsam und liefert dazu ein in allen Farben schillerndes Nachkriegspanorama der 1920er Jahre.«

Julia Korbik, This Is Jane Wayne

»So liest sich Patience geht vorüber trotz seiner fast 90 Jahre kein bisschen verstaubt. Vielmehr finden sich Vorboten der Gegenwart (...).«

Andrea Kathrin Kraus, kreuzer

Autorin

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