Soap Opera

Frauen und Film, Heft 42

Frauen und Film, Heft 42: Soap Opera
Frauen und Film, Heft 42: Soap Opera
25,00 €
In den Warenkorb
  • 3 - 5 Tage Lieferzeit

(Keine) Grenzen zwischen Fernsehen und Film

Unterhalb der streng gezogenen Grenzen zwischen Fernsehen und Film ist schon immer kräftig geschmuggelt worden, so manches Budget ist von den Grubenhunden der Filmproduktion aus den Fernsehkanälen angekarrt worden. Eine Grenze, die zwar offiziell mit Identitätspapieren, Ein- und Ausfuhrzöllen kontrolliert scheint, die sich aber im Leben der meisten Menschen als fiktiv erweist. Nicht zufällig gerät so, zunehmend unter dem Druck der Neuen Medien, diese Grenze ins Rutschen: die Kinos projizieren mittlerweile auf kaum noch größere Leinwände als sie der Fernsehschirm bietet, das Fernsehen sendet begeistert breitwandformatige Kinofilme. Die wechselseitigen Abhängigkeiten sind enorm. Nicht zuletzt die feministisch orientierte, angloamerikanische Filmwissenschaft hat sich mit dem von der Produktions- zur Rezeptionsästhetik gewechselten Paradigma auch des Fernsehens bemächtigt; in allerdings noch unausgetragener Konkurrenz zur etablierten sozialwissenschaftlichen Kommunikationsforschung. Einige der in diesem Kontext entstandenen Arbeiten sollen in diesem Heft vorgestellt werden.

»Frauen und Film« bei AvivA

Die Filmzeitschrift »Frauen und Film« ist die erste feministische filmtheoretische Zeitschrift Europas. Die Zeitschrift wurde 1974 von der Filmregisseurin Helke Sander in Berlin gegründet, zog 1983 nach Frankfurt am Main und wurde dort im Stroemfeld Verlag zunächst von Karola Gramann, Gertrud Koch und Heide Schlüpmann, später mit erweitertem Herausgeberinnenkreis herausgegeben.
Nun, nach 47 Jahren, kehrt »
Frauen und Film« nach Berlin zurück, um erstmals beim AvivA Verlag zu erscheinen. Die Zeitschrift befasste sich in den Anfangsjahren vor allem mit den praktischen Bedingungen von Filmproduktion sowie der Ausbildungssituation und setzte sich kritisch mit Sexismus im Film und der Entwicklung einer feministischen Filmkritik und -geschichtsschreibung auseinander. So spielten Themen wie die Ästhetik des faschistischen Films, Krieg und Kino, Masochismus, Avantgarde und Experiment und in neuerer Zeit Film und Medien, Autorinnenfilmerinnen und Migration eine Rolle. Zunächst als politisches Agitationsforum gedacht, das sich für die Entwicklung einer Frauenfilmpolitik und -kultur einsetzte, hatte der erste Umzug nach Frankfurt eine Neuausrichtung der Zeitschrift in der Tradition der Frankfurter Schule mit Fokus auf Filmtheorieentwicklung und Filmgeschichtsschreibung zur Folge.
Mit der Rückkehr nach Berlin wollen wir diese Tradition fortführen und uns im neuen Heft – nun mit veränderten Vorzeichen – wieder stärker mit vernachlässigten Aspekten der Filmpraxis auseinandersetzen.

 



Suche

Hier können Sie sich für unseren Newsletter über Veranstaltungen und Neuerscheinungen anmelden. Informationen zum Datenschutz.

Logo "Berliner Verlagspreis 2020"
Logo "Preisträger Deutscher Verlagspreis 2019"

AvivA auf Facebook, Twitter, Instagram:

Link zur Frühjahrsvorschau 2021
Vorschau Frühjahr 2021
Die neue Ausgabe der Virginia ist gerade erschienen!
Die neue Ausgabe der Virginia ist gerade erschienen!

Die Zeitschrift Frauen und Film erscheint künftig im AvivA Verlag
Die Zeitschrift Frauen und Film erscheint künftig im AvivA Verlag