Maskerade

Frauen und Film, Heft 38

Frauen und Film, Heft 38: Maskerade
Frauen und Film, Heft 38: Maskerade
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Maskerade

Die Kamera hat wie in kaum einem anderen ästhetischen Medium die Möglichkeit geschaffen, die Physiognomie des Details zum Ausdruck zu bringen. Um Knopf und Kragen, Braue und Knoten hat sich das Kino verdient gemacht. Nicht bloß als historischer Mummenschanz, als permanenter Karneval inszeniert das Kino Masken und Kostüme, sondern als subtile Ausdrucksträger erotischer Phantasien von Männlichkeit und Weiblichkeit, selbst die Nackheit wird wieder zu einem Kostüm.

Heft 38 umfaßt im thematischen Teil verschiedenste Beiträge zum Thema: u.a. Karsten Witte über die "Fetisch-Messen" im Werk Kenneth Angers; Richard Dyer untersucht die "männlichen Pin—Ups"; Mechthild Krüger—Zeul gibt eine analytische Deutung über den "Knoten der Gefühle" in Alfred Hitchcocks Vertigo; die "Maskeraden der Weiblichkeit" untersucht Mary Ann Doane. Der Diskussionsteil enthält ein Streitgespräch über die neue "Heimat" und die Sehnsucht nach dem alten Mief bei Edgar Reitz.

»Frauen und Film« bei AvivA

Die Filmzeitschrift »Frauen und Film« ist die erste feministische filmtheoretische Zeitschrift Europas. Die Zeitschrift wurde 1974 von der Filmregisseurin Helke Sander in Berlin gegründet, zog 1983 nach Frankfurt am Main und wurde dort im Stroemfeld Verlag zunächst von Karola Gramann, Gertrud Koch und Heide Schlüpmann, später mit erweitertem Herausgeberinnenkreis herausgegeben.
Nun, nach 47 Jahren, kehrt »
Frauen und Film« nach Berlin zurück, um erstmals beim AvivA Verlag zu erscheinen. Die Zeitschrift befasste sich in den Anfangsjahren vor allem mit den praktischen Bedingungen von Filmproduktion sowie der Ausbildungssituation und setzte sich kritisch mit Sexismus im Film und der Entwicklung einer feministischen Filmkritik und -geschichtsschreibung auseinander. So spielten Themen wie die Ästhetik des faschistischen Films, Krieg und Kino, Masochismus, Avantgarde und Experiment und in neuerer Zeit Film und Medien, Autorinnenfilmerinnen und Migration eine Rolle. Zunächst als politisches Agitationsforum gedacht, das sich für die Entwicklung einer Frauenfilmpolitik und -kultur einsetzte, hatte der erste Umzug nach Frankfurt eine Neuausrichtung der Zeitschrift in der Tradition der Frankfurter Schule mit Fokus auf Filmtheorieentwicklung und Filmgeschichtsschreibung zur Folge.
Mit der Rückkehr nach Berlin wollen wir diese Tradition fortführen und uns im neuen Heft – nun mit veränderten Vorzeichen – wieder stärker mit vernachlässigten Aspekten der Filmpraxis auseinandersetzen.



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Die Zeitschrift Frauen und Film erscheint künftig im AvivA Verlag
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