Dennis Göttel (Hg.), mit Aycha Riffi und Stefan Udelhofen

Frauen Film Arbeit

Frauen und Film, Heft 69

Frauen und Film, Heft 69: Frauen Film Arbeit

Kartoniert,

ca. 160 S., ca. 25 €
ISBN 978-3-932338-98-4


erscheint im Mai 2021

Dennis Göttel (Hg.): Frauen Film Arbeit. Frauen und Film, Heft 69
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Filme-Macherinnen im Fokus

Wo treten Frauen beim Film in Erscheinung?
Vor der von Männern geführten Kamera, dirigiert von männlichen Drehbuchautoren und Regisseuren, objektifiziert und sexualisiert in einer männerdominierten Unterhaltungsindustrie?
#MeToo ist weiterhin eine wichtige Debatte – doch »Frauen und Film« nimmt mit filmschaffenden Frauen eine ebenso wichtige Seite der Filmproduktion in den Blick.

Lag der Fokus in früheren Ausgaben bereits auf Kamerafrauen, Drehbuchautorinnen und Regisseurinnen, sollen in diesem Heft besonders die vermeintlich unscheinbaren Arbeiten des Berufsfeldes im Zentrum stehen. Denn sie alle – Skriptgirls, Cutterinnen oder Maskenbildnerinnen – sind, durchaus im Wortsinne, Filme-Macherinnen, deren Rolle in einer hochgradig arbeitsteilig organisierten Filmproduktion im Sinne einer neu zu schreibenden Filmgeschichte beleuchtet werden muss.
Was Frauen all dieser Berufsgruppen verbindet, ist die begrenzte Handlungsmacht.
Die schillernde Rolle als Blickobjekt attestiert weiblichen Stars scheinbar größtmögliche Sichtbarkeit – bei gleichzeitiger Ohnmacht angesichts einer bis heute männlich geprägten Filmproduktionskultur. Berufsgruppen, die ihren Anteil an Werk und Produktion weitgehend im Verborgenen leisten, wird erst gar keine Sichtbarkeit zuteil.

Daher widmen wir uns in Heft 69 dem Thema »Frauen Film Arbeit«.
Die Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe untersuchen sowohl historische als auch gegenwärtige Arbeiten im weiten Feld der Filmherstellung: das sogenannte China Girl, das für Farbkalibrierungen im analogen Film eingesetzt wurde; Heerscharen von Statistinnen, die mit den Kulissen von Monumentalfilmen verschmelzen, wenn sie nicht gerade in Herrenmagazinen in den Fokus der Kamera rücken; Produktionsassistentinnen oder Gehilfinnen in diversen Gewerken der Filmindustrie, auf deren Spuren die filmhistorische Forschung, wenn überhaupt, in den hintersten Winkeln der Archive stößt.

 

»Frauen und Film« bei AvivA

Die Filmzeitschrift »Frauen und Film« ist die erste feministische filmtheoretische Zeitschrift Europas. Die Zeitschrift wurde 1974 von der Filmregisseurin Helke Sander in Berlin gegründet, zog 1983 nach Frankfurt am Main und wurde dort im Stroemfeld Verlag zunächst von Karola Gramann, Gertrud Koch und Heide Schlüpmann, später mit erweitertem Herausgeberinnenkreis herausgegeben.
Nun, nach 47 Jahren, kehrt »
Frauen und Film« nach Berlin zurück, um erstmals beim AvivA Verlag zu erscheinen. Die Zeitschrift befasste sich in den Anfangsjahren vor allem mit den praktischen Bedingungen von Filmproduktion sowie der Ausbildungssituation und setzte sich kritisch mit Sexismus im Film und der Entwicklung einer feministischen Filmkritik und -geschichtsschreibung auseinander. So spielten Themen wie die Ästhetik des faschistischen Films, Krieg und Kino, Masochismus, Avantgarde und Experiment und in neuerer Zeit Film und Medien, Autorinnenfilmerinnen und Migration eine Rolle. Zunächst als politisches Agitationsforum gedacht, das sich für die Entwicklung einer Frauenfilmpolitik und -kultur einsetzte, hatte der erste Umzug nach Frankfurt eine Neuausrichtung der Zeitschrift in der Tradition der Frankfurter Schule mit Fokus auf Filmtheorieentwicklung und Filmgeschichtsschreibung zur Folge.
Mit der Rückkehr nach Berlin wollen wir diese Tradition fortführen und uns im neuen Heft – nun mit veränderten Vorzeichen – wieder stärker mit vernachlässigten Aspekten der Filmpraxis auseinandersetzen.

 

Herausgeber*innen

Gastherausgeber Heft 69
Dennis Göttel

unter Mitarbeit von
Aycha Riffi und Stefan Udelhofen

 

»Frauen und Film«
Annette Brauerhoch
Heike Klippel
Gertrud Koch
Heide Schlüpmann

Cover

Frauen und Film 69
Cover
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Die Zeitschrift Frauen und Film erscheint künftig im AvivA Verlag
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